Plans for the future – The black balk community

Falls die Zukunftsforscher Recht behalten, werden die computergesteuerten Hightech-Maschinen die zukünftigen Arbeiter sein und der Mensch wird gezwungen sein, für sich neue Aufgaben zu suchen. Zum Beispiel Coaching und besondere Dienstleistungen, wie Betreuung, Beratung, Management treten dann in den Vordergrund. Diese Idee setzt voraus, dass jedem ein Grundeinkommen garantiert wird. Das kann ich mir in der jetzigen Generation kaum vorstellen; geprägt von dem was war, wer was getan hat, wer wem was schuldet, was verschwiegen werden muss, wer hat was und wer nicht usw. Die alles entscheidende Frage ist, wer das Geld zur Verfügung stellen soll? Wird das eine Weltbank sein und erhalten das alle Menschen, weltweit? Oder kümmert sich jedes Land selbst darum? Das ist doch mehr als utopisch, weil es viel Vorarbeit erfordert, welche eindeutig nicht mit der Schnelligkeit, mit der die Technik entwickelt wird, im Einklang ist. 
Die geltenden Menschenrechte sind oft veraltete und philosophische Idealismen, welche mit der realen Welt des 21. Jahrhundert nichts mehr zu tun haben und in Form von Religionen, Sklaverei, Geschichte, Politik und die Verachtung des Individuums, als eine Last angesehen werden können. Es zählt nicht die Idee, sondern die Anzahl derjenigen, die an dieser Idee verdienen könnten. Unter den Armen gilt kein Intelligenzquotient. Unter den Reichen gilt: mit Mitleid verdiene ich kein Geld.
Das sind doch keine guten Vorraussetzungen, um die gesamte Menschheit als eine Gemeinschaft zu betrachten, welche weltweit an der modernen Technik teilnehmen könnte oder für die ein Lebens-Grundeinkommen garantiert werden könnte.
Wenn ich die weltweite Geschehnisse betrachte merke ich, dass die Vorarbeit gar nicht statt findet. Die Geschichte dreht sich wie eine Schallplatte in der Endloschleife. Die Technik dagegen erfindet immer neue Möglichkeiten eine weitere Platte drauf zu legen. 
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Behind the scenes – „Wohnzimmerkonzert No.1“ in Gernsheim

Wir freuten uns, als wir das Geburtstagsgeschenk von Irene wurden und am vergangenen Mittwoch, dem 25. Mai, unsere Musik für Sie und Ihre Gäste zum Besten geben konnten. Bereits bei unserer Ankunft begegneten uns überraschte und interessierte Gesichter. Wir waren ebenfalls überrascht, weil Irenes Wohnzimmer ein im Patio liegender kleiner Garten war: aus dem Wohnzimmerkonzert wurde eine Gartenparty. 
Es war bemerkenswert, wie viel Aufmerksamkeit, Respekt, Einzigartigkeit und Würde die Zuhörer uns schenkten. Ich weiß, dass es ziemlich pragmatisch klingt, aber es war so was wie eine „Win-Win“-Situation: Irene und Ihre Freunde erlebten einen besonderen Moment und wir erhielten die so sehr gewünschte Anerkennung unserer Leistung.
Nach dem Auftritt wurden wir fürstlich verpflegt. Einfach lecker!
Unvergesslich wird für mich persönlich sein, dass ich dort einen Menschen getroffen habe, der meine Familie aus Polen kennt. Da zeigte sich wieder, dass die Welt doch sehr klein ist.
Vielen Dank für den wunderschönen Abend, die tollen Leute, die vielen interessanten Gespräche und für die gemeinsam verbrachte Zeit. Es wird uns in Erinnerung bleiben!
@Wolle & Michael: Ihr seid einfach spitze!
 
Viele Grüße
Socha B.

My journey (4)

Heute will ich versuchen, ein paar Erlebnisse des „Musikgeschäfts“ zu beschreiben. Ich möchte nicht die Meinung vertreten, dass es nur schadet oder ausbeutet. Grundsätzlich gilt, dass niemand dazu gezwungen wird, sich musikalisch zu äußern. Ob meine Musik oder mein Gesang gut sind, entscheide ich nicht selbst, sondern die Zuhörer. Ich kann aber durchaus die Anerkennung wahrnehmen und pflegen. Das ist das Mindeste.
Vor allem all das, was vor und nach einem Auftritt passiert, bringt unvergessliche Erlebnisse mit sich. Ich werde nie vergessen, wie überrascht ich war, als mich nach dem Auftritt auf dem SchloßGrabenFest (2001 mit NoSkills) ein Polizist ansprach. Mein Deutsch war noch nicht so ausgeprägt, dass ich einen hessischen Dialekt sofort verstehen konnte. Ich grinste, weil ich ihn eben nicht verstanden hatte. Er wiederholte: Tolle Stimme. Kann man Deine CD irgendwo kaufen? Dann verstand ich ihn, war erleichtert und antwortete: Nein. Leider nicht. Noch nicht. Er fügte hinzu: Echt toll. Mach’ weiter so! Was sagt man dazu? VIELEN DANK!
Der Auftritt auf der Hessenschau 2002 in Dietzenbach zeigte mir die Professionalität der Mitarbeiter, welche solche Veranstaltungen durchführen. Ich fühlte mich umsorgt und wohl. Man geht ausgeruht auf die Bühne und gibt gerne alles, weil es einem wie im Musikhimmel vorkommt. Der Bühnensound stimmt. Die Lichtanlage funktioniert. Die Stage-Crew hellwach. Das Publikum begeistert.
Es gab auch kuriose Situationen. Da war dieser Auftritt mit NoSkills bei einem Gummibärchen-Hersteller 2008. Einer reicher als der andere. Das Benehmen unwürdig bis kaum auszuhalten. Wenn Geld das Zahlungsmittel für die Abartigkeit sei, dann war ich dort die Zeugin des Auszahlungstages. Unmöglich! Ok, ich nehme ein Beispiel: das Essen hatte sich um 20 Minuten verspätet, also nahmen die Reichen tatsächlich ihre Messer und Gabeln und hauten auf die Tische mit den Wörtern: „Wo ist das Essen?!“. Immer und immer wieder bis es serviert wurde. Die Bedienungen taten mir richtig Leid, weil sie sich von jedem die Beleidigungen anhören mussten. Zur Anerkennung unserer Geduld, kochte uns der Chefkoch je ein Extra-Gericht. Delicious. Kurios war, dass nach unserem Auftritt – ich sass im breiten Ausgangsflur – sich fast jeder Gast vor mir leicht verbeugte und sich manche sogar bedankten. Wow! Also kultiviertes Benehmen, wenn es um Kultur geht, aber kein Benehmen, wenn es um die einfachsten Bedürfnisse geht? Echt lehrreich.
Die beste Lehrstunde des Musikgeschäfts hatte ich in der CentralStation im Jahr 2000. Dass ich mit 39 Grad Fieber und fehlender Stimmkraft auf die Bühne ging, war ohne Frage waghalsig. Bis dahin miss ich mich an meiner Stimme…sie war und ist mein Kapital. Dann kam mir eine Idee. Ich bin, für mein Verständnis, praktisch halbnackt aufgetreten, um den Fokus auf meinen Körper zu richten und von meiner fehlenden Stimme abzuwenden. Es hat tatsächlich funktioniert! Ich konnte die überraschend vielen männlichen Komplimente nach dem Auftritt natürlich gar nicht ernst nehmen, weil ich eben auf meine Stimme setzte. Sie ist mein einzigartiger Kanal zur Außenwelt. Ob ich sexy, hübsch oder was auch immer bin, entschied bereits die Natur für mich. Eine Stimme ist ein einzigartiges Geschenk jedes Einzelnen von uns und dennoch: nicht jedem ist eine Singstimme gegeben worden. Um ihr Potential zu entfalten, bedarf es einer konsequenten Pflege und auch die Anerkennung, um dieser Stimme die Besonderheit zu bescheinigen.

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The world doesn’t revolve around us

 
Ich war sechzehn, als ich das erste Mal bewusst den Białowieża -Urwald (Polen) besucht hatte. Die früheren Ausflüge mit der Schulklasse waren entweder uninteressant oder aufgezwungen. Ich wurde vom Amateur-Theater „Klaps“ zu einem Rezitations-Wettbewerb angemeldet, an dem ich wahrscheinlich nur deshalb teilgenommen hatte, weil wir für zwei Tage von der Schule freigestellt wurden. Wir wohnten vier Tage in einem Hotel und hatten relativ viel Freiraum, den ich dafür nutzte, den letzten -mich umgebenden- europäischen Urwald kennen zu lernen. Diese Begegnung werde ich nie mehr vergessen. 
Es war am Vorabend des Wettbewerbs. Dominik, ein Veranstaltungstechniker, überzeugte mich, die Nacht des Urwaldes mitzuerleben und in den dunklen Schatten dem Licht des Mondes zu folgen. Wie es der Zufall wollte, war der erster Schatten, welchen ich bereits nach zehn Minuten im dichten Wald vernommen hatte, als ich mich an einem Baum lehnen wollte, ein schwarzes, schwer atmendes Etwas. Es stand an der Böschung, vierzig Zentimeter von mir entfernt und ich versuchte meine Augen so schnell, wie möglich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Dominik machte mir Angst, als er leise sagte: Beweg’ dich nicht! Ich konnte in dem Moment nicht mal fragen, warum ich mich nicht bewegen sollte, weil meine Augen den Schatten bereits definieren konnten. Es war ein frei lebender Wisent (ein europäischer Bison). Ich hätte eigentlich schreiend davon laufen müssen, aber mir wurde schnell klar, dass das Tier genauso wie ich verängstigt war und vielleicht dasselbe dachte: Was macht die denn hier? Es wagte sich nicht, mich anzuschauen und ich konnte es genau so wenig betrachten. Höchstens nach einer Minute, welche für mich eine Ewigkeit dauerte, bewegte es sich in den Wald hinein und ich atmete auf. Stimmt, ich hatte fast vergessen zu atmen. Dominik fing mich auf, als sich meine Muskeln entspannten und ich davon das Gleichgewicht verlor. Der Schock stand mir ins Gesicht geschrieben und wortlos liefen wir zurück zum Hotel. Am nächsten Morgen weckte mich meine Zimmerkollegin und als ich ihr „Guten Morgen“ sagen wollte, kam nichts. Meine Stimme war komplett weg! Ich konnte auf ihr Nachfragen: Was hast du gestern Nacht gemacht? Warum ist deine Stimme weg? etc. nicht mal antworten. Sie gab mir ein Notizbuch und einen Stift. Ich schrieb: Ich muss heute auftreten! Was mach‘ ich jetzt? Sie schrieb: Eine hochkonsentierte Salzlösung. Ich nickte nur und sie ging weg, um in der Küche des Hotels die Zutaten zu besorgen. 
Hat schon einer von Euch eine Salzlösung „durchgemacht“? Ich sag’ Euch, das war das erste und das letzte Mal!
Nach etwa einer Stunde war meine Stimme zwar wieder da, aber ich klang, wie eine entweder schwer besoffene oder drogenabhängige alte Frau. Der Clou an der Sache war, dass ich ein Liebesgedicht rezitieren sollte. Mit der Stimme war das natürlich höchst anrüchig. Nach dem Motto: „The show must go on!“, trat ich trotzdem auf. Ich hörte kein Gelächter, konnte dennoch in den Gesichtern des Publikums Besorgnis, Überraschung und Belustigung erkennen. Das Gefühl des Versagens in mir entspannte mich, weil ich nicht mehr an den Gewinn denken musste. Nur noch zu Ende rezitieren und gehen, das war das, was ich dachte. 
Später ging ich alleine in dem Urwald spazieren und entschuldigte mich für gestrige Ruhestörung. Es war komisch so etwas zu tun, aber ich war sechzehn und hatte das Bedürfnis danach. 
Noch komischer fielen die Ergebnisse des Rezitation-Wettbewerbes am folgenden Tag aus. Ich hatte einen Sonderpreis für die originellste Rezitation bekommen. 
Schade, dass ich damals kein Smartphone oder keine Videokamera hatte. Ich hätte es heute gerne angeschaut. Zum Einen wegen meines Auftritts und aber vor allem zum Anderen wegen des wunderschönen Waldes von damals: unberührt und lebendig. 
Vor drei Jahren hatte ich erneut die Möglichkeit, darin einzutauchen. Es war nicht mehr derselbe Wald. Ich bin gewachsen, er ist geschrumpft. Es gibt so viele Orte, Pflanzen- und Tierarten, welche man für immer erhalten möchte. Das, was ein Komet kann – nämlich Vernichten-, kann der Mensch genau so gut. Dumm wie er ist.
Wir müssen wieder ein wenig mehr im Einklang mir der Natur leben. Und jene, die uns den Weg zeigen, vorleben und/oder dafür kämpfen, weniger belächeln!
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My journey (3)

Ich erinnere mich an den ersten Auftritt mit „No Skills“. Wir spielten am 16. Dezember 1999 im „Eledil“ in Darmstadt. Es war aufregend und enttäuschend zugleich. Ich bekam eine Erkältung und musste dennoch auftreten. Aus dem Muss wurde pure Freude als uns das Publikum empfing. Der Laden war richtig voll und gespannt auf das, was die unbekannte Blondine vorzutragen hatte 😉 Damals zählte die Stimme und mein Aussehen täuschte über die Erwartungen hinweg. Die immer größer werdenden Augen der Konzertbesucher begleiteten meine persönlichen Bühnenerfahrungen, aber leider auch die Vorurteile seitens anderer Musiker…
Hier ein Beispiel: Wir wurden zu einem Privat-Festival eingeladen. Unserer Auftritt sollte um 22:30 Uhr stattfinden. Um 23 Uhr erfuhren wir, dass sich alles nach hinten verschieben wird. Als dann um circa 1:30 Uhr die ersten Fans kamen und nachfragten, versuchten wir ruhig zu bleiben. Der Veranstalter meinte, dass wir nach der jetzigen Band dran sein werden. Nun, diese Band spielte bis 3:35 Uhr (mit einer 1-stündigen Zugabe!) und wir standen erst um 4 Uhr auf der Bühne. Ich sang den ersten Song und verachtete die geschockten Gesichter, welche den ganzen Abend versucht hatten, mich an dem Auftritt zu hindern. Hätten sie meine blonden Haare übersehen und auf meine Stimme gewartet, konnten sie sich ein objektives Urteil bilden, aber es ist nun mal so, dass viele Menschen grundsätzlich vorverurteilen. Das tue ich auch, wenn ich sage, dass ich womöglich halbnackt wesentlich schneller die Aufmerksamkeit bekommen hätte und wir so vielleicht bereits um 23 Uhr aufgetreten wären.
Kann sich einer vorstellen, wie es einem um 4 Uhr morgens geht? Ich war bereits im Halbschlaf als wir um 5:30 Uhr fertig waren. Mein Kopf pochte wie verrückt. Die Lautstärke meiner Stimme hallte durch meinen Körper hindurch und ich zitterte, weil ich keine Energie mehr hatte. Ich habe alles gegeben, weil ich das Gefühl hatte, mich beweisen zu müssen. Und nein, dafür habe ich keine Gage bekommen. Das nennt man „Ochsen-Tour“: man gibt alles für ganz wenig oder für nichts, um das Publikum zu erreichen. Wer heute keinen Pop komponiert, muss sich häufig auf eine ewige „Ochsen-Tour“ einstellen. Wer Glück hat, findet treue Fans und entfaltet für sie die eigene Kreativität in der Musik.
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My journey (2)

Es wäre wünschenswert, wenn die Musik erneut Kunststatus bekommen könnte. Ein Kunstmaler, welcher andauernd jemand anderen kopieren würde, hätte höchstens den Status eines Kunstfälschers erlangt. Ein Musiker kann sich (nur) dann weiter entwickeln, wenn er andere imitiert. Hat er dabei ein einzigartiges Erlebnis mit den Tönen, weiß er fortan, dass er seine musikalischen Gedanken teilen will und/oder er fängt an zu komponieren. Irgendwo dazwischen kann sich noch ein anderes Gefühl einschleichen, nämlich: der unbedingte Wille erfolgreich zu sein. Das bedeutet häufig, dass man sich entweder dem, was zeitgemäß ist beugt und somit der eigenen Kreativität nur begrenzt den Freiraum gibt (für einen Kunstmaler wäre das ein Todesurteil!) oder, dass man zeitgemäß ist.
Was bedeutet zeitgemäß? Der übliche Gedanke in der Popkultur ist: modern, zeitnah, am Puls der Zeit, aktuell. Es gibt aber auch andere Synonyme, welche anscheinend oft übersehen werden: fortschrittlich, neuartig, progressiv, neuzeitlich, aufgeschlossen. Und so ist die Musikwelt heute leider nicht mehr. Wen wundert es dann noch, dass es immer weniger Zuhörer gibt, welche sich die Frage nach der neuen oder tonal aufgeschlossenen Musik stellen. Musik an sich ist aber ein elementarer Teil unseres Lebens geworden und irgendwann verband man sie mehr mit dem Entertainment und den Verkaufszahlen, statt ihr das Erlebnis mit den Tönen zu gewähren. Für die Musikwelt und ihre Vielfalt war das ein Todesurteil! Die kreativen Musikrichtungen, wie z. B. Jazz, Soul, Rock etc., welche bis in die 80er fast gleichen Anteil wie Popmusik hatten, wurden zurückgedrängt.
Zurück zu meiner Geschichte…zu meinem musikalischen Werdegang.
Ende des Jahres 1999 gründete ich gemeinsam mit Stefan, dem Gitarristen (in „My journey (1) zum Nachlesen), die Band „No Skills“. Wir spielten eine Mischung aus Sade bis Metallica – so die Aussagen des Publikums. Was uns fehlte, war ein Konzept, wo das Ganze hingehen sollte. Die anfängliche Ochsentour schien erfolgreich zu sein, weil wir jedes Mal viele Menschen erreichen konnten.
Wo es aber keinen Konzept gibt, kommen irgendwann Probleme, Missverständnisse und Sorgen. Wir hielten fast neun Jahre an unserem Traum fest! Es ist egal, wie lange man an die eigene Musik glaubt: ein konzeptloses Projekt bringt nur selten Erfolg mit sich. Da hilft es auch nicht, die Bandname ständig zu verändern oder sich immer neue Musiker zu suchen.
Emotionslos betrachtend ist eine Band ein Produkt. Lieder sind die Zutaten, welche das Produkt zusammenstellen und letztendlich darstellen. Erst wenn man die Gefühle des Erschaffenes weglässt, kann man den Sinn des Ganzen verstehen. Manche wissen das früher und andere brauchen Jahre, um es akzeptieren zu können oder sie verbittern an utopischen Hoffnungen.
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A damage by water on the computer

Mein Laptop lag ziemlich ungünstig neben einem Glas Wasser. Da die ganze letzte Woche unter keinem guten Stern stand und ich nur noch darauf wartete, dass es schlimmer wurde, und deshalb sowas von daneben war, wunderte es mich kaum, als ich das Glas umgestoßen und sich der ganze Inhalt auf, in und um meinem Laptop herum verbreitet hatte. Zum Glück konnte ich das Glas auffangen und einen größeren Schaden vermeiden.
Jetzt logisch denken und handeln, bloß nicht ausflippen. Die aufsteigende Wut unbedingt zügeln. Keine Panik! Es ist „nur“ Wasser. Wenn es Cola, Schorle oder eine andere klebrige Substanz wäre, hätte ich höchstwahrscheinlich gar keine Chance. Ich drehte das Laptop und ließ das Wasser ablaufen. Den Akku-Stecker nahm ich nicht heraus bis ich das Gefühl hatte, dass kein Wasser mehr rauskommt. Ich fuhr ihn runter und war froh, dass ich das machen konnte. Mit einem Fön, auf der niedrigsten Stufe eingestellt, blies ich Luft zwischen die Tastatur, während ich das Laptop seitlich mit einer hinteren Ecke nach unten gerichtet hielt. Es kam noch mehr Wasser aus dem Gehäuse.
Erst am nächsten Tag bekam ich Angst, als ich es anmachen wollte und alles schwarz blieb.
„Eilmeldung! Prince ist vermutlich tot“ – erfuhr ich aus dem Fernseher und dachte nur: Wer kommt als Nächstes? 
Ich schraubte die hintere Abdeckung ab, legte ein dünnes Microfasertuch zwischen die Tastatur und den Bildschirm und beleuchtete das Innenleben des Laptops mit einer Lampe. Damit die direkte Wärme den Trockenvorgang begünstigte. Zwei Tage später, voller Hoffnung, schraubte ich die Abdeckung wieder auf. Beim ersten Mal blieb es schwarz. Ich wiederholte den Vorgang und siehe da: es funktionierte! 
Also, nicht aufgeben. Es gibt fast immer einen Ausweg. Auch wenn es am Ende ein Experte aus dem Fachgeschäft sein kann. Das Laptop ist immerhin ein Lebensbegleiter geworden. Alles was ich bin oder was ich war, hat es sich für immer gemerkt 😉 … Und bei mir ist es noch harmlos …
Da war noch…purple rain…purple rain…purple rain…purple rain…kiss! Ruhe in Frieden „you’re sexy motherf****er“.
Socha B.