Behind my lyrics: It’s my way to bond with my subconscious

… Texte bewahrheiten sich in manchen Songs so, dass es mich manchmal erstaunt…

Es ist teilweise wie eine Vorahnung (was ich nicht mutmaße). Meine unzähligen Sessions sind aber nichts anderes, als ein Wirrwarr von irgendwelchen Lauten/Wörtern/Akzenten. Erst wenn ich mit meiner Melodie zufrieden bin, schreibe ich ein Text. Durch diese Sessions-Aufnahmen weiß ich auch, was ich schreiben muss/will. Und dann, früher oder später, fühlt sich die „Umwelt“ angesprochen…so als ob ich unbewusst mit ihr kommuniziert hätte und es geschieht irgendwie…wie in meiner neusten Lyric: „Renegade“. Man kann es verrückt nennen und es aber auch unterschiedlich interpretieren, aber schaut Euch das an: „…humans are cruel, you won’t like their ways/games. Hey! Should I remain an empty shell? Should I?…“. Und genau so fühle ich mich jetzt: leer, enttäuscht von Gemeinheiten der Belanglosen…
Kurz, um was es geht: ich habe mich bei Voice Hunters beworben, um zum Einen meinen Fans und zum Anderen vielleicht auch dadurch neuen Interessierten, eine Möglichkeit geben zu können mehr darüber zu erfahren, was SOCHA BEAG, The black balk community, mein unbändiger Wille und meine natürliche Gabe für mich bedeutet und dies mit ihnen zu teilen. Aber irgendjemand hatte meine Stimmen/votes und die von fünf anderen Teilnehmern manipuliert. Unfassbar! Und irgendwie komisch, dass es gerade bei den fünf Erstplatzierten geschah. Zufall? Kalkül? Warum? Weil man die eigene Belanglosigkeit zur Besonderheit erhöhen möchte? Wenn ich nicht kochen kann, gehe ich doch nicht in ein Restaurant und versalze alle Gerichte, um zu zeigen, wie schlecht der Koch ist. Oder? Sondern geniesse das, was ich nicht kann.
„…humans are cruel…“

Noch ein Beispiel:
am Tag von 9/11 schrieb ich „Learn to forgive“ und darin diese Zeilen: „…you and they want to gain something…you decided to load your weapons…I will never follow you, cause you never asked me…and I will learn to forgive it, because I want to live here…I want to feel alive…“.
Ein Leben leben ohne übertriebenen Angstmacherei, nur um die Sicherheitsmaßnahmen, die nicht funktionieren durch zu setzten und noch mehr die Waffenindustrie zu bereichern. Wen freut’s? Die Reichen und gleichzeitig die Ausgebeuteten, welche die zivilisierte Lebensweise gar nicht mehr kennen, weil sie zu lange sich selbst überlassen waren. Dass dadurch so viele Irre mit veralteten Ideologien wie Pilze aus dem Boden schiessen, ob extrem rechts oder extrem links oder extrem orthodox oder extrem religiös oder extrem egozentrisch, sollte inzwischen niemanden mehr überraschen. Andersrum, wenn so mancher genug Zeit hat, irgendwelche Kriegsspiele durch zu ballern und nach der Hirnwäsche auf einmal die Chance bekommt, es real, auch an lebendigen Menschen auszuprobieren (Aufmerksamkeitsdefizit), dann sollte man sich vielleicht fragen, ob manche Spiele grundsätzlich erst nach einem psychiatrischen Attest verkauft werden sollten und nur durch die entsprechende Online-Registrierung, Passwort etc. bespielbar sein sollten oder noch besser: der Jugend eine Perspektive bieten, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommen, Über-Götter zu spielen und meinen, dass sie das Entscheidungsrecht über Leben und Tod haben. Aber nein, stattdessen werden alle, auch Du und ich, in Generalverdacht gestellt, um so die totaler Überwachung und Kontrolle (George Orwell’s  „1984“ lässt grüßen) zu begründen…“Shake hands“ mit Tyrannen und Despoten, um die eigenen Interessen wirtschaftlich/finanziell durch zu setzten…
Echt toll gemacht! – Was unbedingt sarkastisch zu verstehen werden soll!

Bei meiner nächsten Session, stelle ich eine Kamera auf und lasse Dich daran teilnehmen, wie meine Melodie und Lyric entsteht. (auf SOCHA BEAG Facebook Band-Page 😉 )

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My journey (4)

Heute will ich versuchen, ein paar Erlebnisse des „Musikgeschäfts“ zu beschreiben. Ich möchte nicht die Meinung vertreten, dass es nur schadet oder ausbeutet. Grundsätzlich gilt, dass niemand dazu gezwungen wird, sich musikalisch zu äußern. Ob meine Musik oder mein Gesang gut sind, entscheide ich nicht selbst, sondern die Zuhörer. Ich kann aber durchaus die Anerkennung wahrnehmen und pflegen. Das ist das Mindeste.
Vor allem all das, was vor und nach einem Auftritt passiert, bringt unvergessliche Erlebnisse mit sich. Ich werde nie vergessen, wie überrascht ich war, als mich nach dem Auftritt auf dem SchloßGrabenFest (2001 mit NoSkills) ein Polizist ansprach. Mein Deutsch war noch nicht so ausgeprägt, dass ich einen hessischen Dialekt sofort verstehen konnte. Ich grinste, weil ich ihn eben nicht verstanden hatte. Er wiederholte: Tolle Stimme. Kann man Deine CD irgendwo kaufen? Dann verstand ich ihn, war erleichtert und antwortete: Nein. Leider nicht. Noch nicht. Er fügte hinzu: Echt toll. Mach’ weiter so! Was sagt man dazu? VIELEN DANK!
Der Auftritt auf der Hessenschau 2002 in Dietzenbach zeigte mir die Professionalität der Mitarbeiter, welche solche Veranstaltungen durchführen. Ich fühlte mich umsorgt und wohl. Man geht ausgeruht auf die Bühne und gibt gerne alles, weil es einem wie im Musikhimmel vorkommt. Der Bühnensound stimmt. Die Lichtanlage funktioniert. Die Stage-Crew hellwach. Das Publikum begeistert.
Es gab auch kuriose Situationen. Da war dieser Auftritt mit NoSkills bei einem Gummibärchen-Hersteller 2008. Einer reicher als der andere. Das Benehmen unwürdig bis kaum auszuhalten. Wenn Geld das Zahlungsmittel für die Abartigkeit sei, dann war ich dort die Zeugin des Auszahlungstages. Unmöglich! Ok, ich nehme ein Beispiel: das Essen hatte sich um 20 Minuten verspätet, also nahmen die Reichen tatsächlich ihre Messer und Gabeln und hauten auf die Tische mit den Wörtern: „Wo ist das Essen?!“. Immer und immer wieder bis es serviert wurde. Die Bedienungen taten mir richtig Leid, weil sie sich von jedem die Beleidigungen anhören mussten. Zur Anerkennung unserer Geduld, kochte uns der Chefkoch je ein Extra-Gericht. Delicious. Kurios war, dass nach unserem Auftritt – ich sass im breiten Ausgangsflur – sich fast jeder Gast vor mir leicht verbeugte und sich manche sogar bedankten. Wow! Also kultiviertes Benehmen, wenn es um Kultur geht, aber kein Benehmen, wenn es um die einfachsten Bedürfnisse geht? Echt lehrreich.
Die beste Lehrstunde des Musikgeschäfts hatte ich in der CentralStation im Jahr 2000. Dass ich mit 39 Grad Fieber und fehlender Stimmkraft auf die Bühne ging, war ohne Frage waghalsig. Bis dahin miss ich mich an meiner Stimme…sie war und ist mein Kapital. Dann kam mir eine Idee. Ich bin, für mein Verständnis, praktisch halbnackt aufgetreten, um den Fokus auf meinen Körper zu richten und von meiner fehlenden Stimme abzuwenden. Es hat tatsächlich funktioniert! Ich konnte die überraschend vielen männlichen Komplimente nach dem Auftritt natürlich gar nicht ernst nehmen, weil ich eben auf meine Stimme setzte. Sie ist mein einzigartiger Kanal zur Außenwelt. Ob ich sexy, hübsch oder was auch immer bin, entschied bereits die Natur für mich. Eine Stimme ist ein einzigartiges Geschenk jedes Einzelnen von uns und dennoch: nicht jedem ist eine Singstimme gegeben worden. Um ihr Potential zu entfalten, bedarf es einer konsequenten Pflege und auch die Anerkennung, um dieser Stimme die Besonderheit zu bescheinigen.

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My journey (3)

Ich erinnere mich an den ersten Auftritt mit „No Skills“. Wir spielten am 16. Dezember 1999 im „Eledil“ in Darmstadt. Es war aufregend und enttäuschend zugleich. Ich bekam eine Erkältung und musste dennoch auftreten. Aus dem Muss wurde pure Freude als uns das Publikum empfing. Der Laden war richtig voll und gespannt auf das, was die unbekannte Blondine vorzutragen hatte 😉 Damals zählte die Stimme und mein Aussehen täuschte über die Erwartungen hinweg. Die immer größer werdenden Augen der Konzertbesucher begleiteten meine persönlichen Bühnenerfahrungen, aber leider auch die Vorurteile seitens anderer Musiker…
Hier ein Beispiel: Wir wurden zu einem Privat-Festival eingeladen. Unserer Auftritt sollte um 22:30 Uhr stattfinden. Um 23 Uhr erfuhren wir, dass sich alles nach hinten verschieben wird. Als dann um circa 1:30 Uhr die ersten Fans kamen und nachfragten, versuchten wir ruhig zu bleiben. Der Veranstalter meinte, dass wir nach der jetzigen Band dran sein werden. Nun, diese Band spielte bis 3:35 Uhr (mit einer 1-stündigen Zugabe!) und wir standen erst um 4 Uhr auf der Bühne. Ich sang den ersten Song und verachtete die geschockten Gesichter, welche den ganzen Abend versucht hatten, mich an dem Auftritt zu hindern. Hätten sie meine blonden Haare übersehen und auf meine Stimme gewartet, konnten sie sich ein objektives Urteil bilden, aber es ist nun mal so, dass viele Menschen grundsätzlich vorverurteilen. Das tue ich auch, wenn ich sage, dass ich womöglich halbnackt wesentlich schneller die Aufmerksamkeit bekommen hätte und wir so vielleicht bereits um 23 Uhr aufgetreten wären.
Kann sich einer vorstellen, wie es einem um 4 Uhr morgens geht? Ich war bereits im Halbschlaf als wir um 5:30 Uhr fertig waren. Mein Kopf pochte wie verrückt. Die Lautstärke meiner Stimme hallte durch meinen Körper hindurch und ich zitterte, weil ich keine Energie mehr hatte. Ich habe alles gegeben, weil ich das Gefühl hatte, mich beweisen zu müssen. Und nein, dafür habe ich keine Gage bekommen. Das nennt man „Ochsen-Tour“: man gibt alles für ganz wenig oder für nichts, um das Publikum zu erreichen. Wer heute keinen Pop komponiert, muss sich häufig auf eine ewige „Ochsen-Tour“ einstellen. Wer Glück hat, findet treue Fans und entfaltet für sie die eigene Kreativität in der Musik.
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My journey (2)

Es wäre wünschenswert, wenn die Musik erneut Kunststatus bekommen könnte. Ein Kunstmaler, welcher andauernd jemand anderen kopieren würde, hätte höchstens den Status eines Kunstfälschers erlangt. Ein Musiker kann sich (nur) dann weiter entwickeln, wenn er andere imitiert. Hat er dabei ein einzigartiges Erlebnis mit den Tönen, weiß er fortan, dass er seine musikalischen Gedanken teilen will und/oder er fängt an zu komponieren. Irgendwo dazwischen kann sich noch ein anderes Gefühl einschleichen, nämlich: der unbedingte Wille erfolgreich zu sein. Das bedeutet häufig, dass man sich entweder dem, was zeitgemäß ist beugt und somit der eigenen Kreativität nur begrenzt den Freiraum gibt (für einen Kunstmaler wäre das ein Todesurteil!) oder, dass man zeitgemäß ist.
Was bedeutet zeitgemäß? Der übliche Gedanke in der Popkultur ist: modern, zeitnah, am Puls der Zeit, aktuell. Es gibt aber auch andere Synonyme, welche anscheinend oft übersehen werden: fortschrittlich, neuartig, progressiv, neuzeitlich, aufgeschlossen. Und so ist die Musikwelt heute leider nicht mehr. Wen wundert es dann noch, dass es immer weniger Zuhörer gibt, welche sich die Frage nach der neuen oder tonal aufgeschlossenen Musik stellen. Musik an sich ist aber ein elementarer Teil unseres Lebens geworden und irgendwann verband man sie mehr mit dem Entertainment und den Verkaufszahlen, statt ihr das Erlebnis mit den Tönen zu gewähren. Für die Musikwelt und ihre Vielfalt war das ein Todesurteil! Die kreativen Musikrichtungen, wie z. B. Jazz, Soul, Rock etc., welche bis in die 80er fast gleichen Anteil wie Popmusik hatten, wurden zurückgedrängt.
Zurück zu meiner Geschichte…zu meinem musikalischen Werdegang.
Ende des Jahres 1999 gründete ich gemeinsam mit Stefan, dem Gitarristen (in „My journey (1) zum Nachlesen), die Band „No Skills“. Wir spielten eine Mischung aus Sade bis Metallica – so die Aussagen des Publikums. Was uns fehlte, war ein Konzept, wo das Ganze hingehen sollte. Die anfängliche Ochsentour schien erfolgreich zu sein, weil wir jedes Mal viele Menschen erreichen konnten.
Wo es aber keinen Konzept gibt, kommen irgendwann Probleme, Missverständnisse und Sorgen. Wir hielten fast neun Jahre an unserem Traum fest! Es ist egal, wie lange man an die eigene Musik glaubt: ein konzeptloses Projekt bringt nur selten Erfolg mit sich. Da hilft es auch nicht, die Bandname ständig zu verändern oder sich immer neue Musiker zu suchen.
Emotionslos betrachtend ist eine Band ein Produkt. Lieder sind die Zutaten, welche das Produkt zusammenstellen und letztendlich darstellen. Erst wenn man die Gefühle des Erschaffenes weglässt, kann man den Sinn des Ganzen verstehen. Manche wissen das früher und andere brauchen Jahre, um es akzeptieren zu können oder sie verbittern an utopischen Hoffnungen.
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My journey (1)

Planlos und konzeptlos, dennoch ideenreich. So in etwa würde ich die Zeit nach DragonFly beschreiben.
Ein paar Monate bevor ich mein Heimatland verlassen habe, liess ich mich dazu überreden in einer Rock-Coverband zu singen. Dabei stellte sich für mich ziemlich schnell heraus, dass ich sehr wenig, wenn nicht keinen Spaß daran hatte, die Kreativität andere Künstler mit meiner eigenen zu verbinden, zu vermischen oder zu verfremden.
Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Instrumentalisten/Musiker durch Imitation ihr Instrument besser beherrschen können und sich ihr Vokabular an Tönen, Melodie, Sounds und Akkorden erweitert.
Für mich aber, als Sängerin ist es wichtig, dass ich nicht so klinge, wie irgendjemand, sondern dass meine Stimme meine Persönlichkeit unterstreicht.
Neues Land, neue Sitten und vor allem eine neue Sprache. Zum Glück stand ich schon nach ein paar Tagen im Proberaum und durfte mich musikalisch austoben. Somit wirkte das Fremde, was mich umgab, weniger bedrohlich. Ich wollte nur noch Musik machen und all das, was ich hörte wiedergeben, teilen und geniessen. Mit einer Session-Band trafen wir uns zum Jammen, da ging es nur um den Moment. Mit einer Trommelsession suchten wir in den warmen Monaten nach schönen Plätzen und teilten mit unserem gemeinsamen Rhythmus unsere Gefühle. Aber ich hatte so große Sehnsucht nach der Bühne, dass ich mich wieder überzeugen liess bei GinFrizBand (cover) und später noch bei einer anderen Coverband mitzumachen. Ich sang im Background und konnte das ganze wenigstens als eine Art Übung betrachten. Sich mit den anderen zu messen, interessierte mich nicht, von ihnen zu lernen aber schon!
Beim Auftritt mit GinFrizBand lernte ich einen Gitarristen kennen. Er gab mir zu verstehen, dass ich in den Coverbands meinen Talent verspiele. Ich wusste, dass ich singen mag und, dass meine Stimme zusätzlich auch ungewöhnlich starke, tiefklingende Töne von sich geben kann. Ist das schon ein Talent? Fragte ich mich.
Bis dahin war Musik ein natürlicher Bestand meines Lebens und die Bühne versorgte mich mit dem nötigen Adrenalin.
Jetzt sollte ich mir Gedanken machen, ob ich talentiert und verkäuflich bin. Jetzt musste ich lernen zu verstehen, dass Musik ein Business ist, welches jegliche Gefühle steuern kann.
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I took my journey

Obwohl mich viele andere Hobbys begeisterten, verlor ich mein Herz an die Musik. Sie schien mir kostenlos zu sein, deshalb am nächsten zur Seele. Ich ahnte nicht, was meine Seele mitteilen konnte, also suchte ich zuerst nach Vorbilder. Sade hat die Melancholie, welche mich bewegte und Janis Joplin die raue und schmerzverzogene Stimme, welche mich an die umgebende Welt erinnerte. 
Dennoch, wie der Zufall das wollte, war meine erste Band eine Heavy Metal Band. 
Ich hatte eine Idee: ein Club-Festival mit mindestens zehn Bands in unterschiedlichen Genres. Ich wollte beweisen, dass in nahezu jeder Subkultur Musikliebhaber zu finden sind. Also warum nicht mal ein anderes Musikgenre hören. Ich kann es kaum in Worte fassen, wie großartig dieser über fünfstündige Event gewesen war. Der Deal mit dem Clubbesitzer war simpel: die Hälfte der Tür-Einnahmen ging an die Bands. Die Mundpropaganda war riesig, weil es so etwas in meiner Heimatstadt noch nie zuvor gegeben hatte und am Ende waren alle mehr als zufrieden. Dort lernte ich die Jungs von der Band Strado Vardis kennen und fing an zu brüllen. Schwarze Klamotten, schwarze Lippen, Tattoos und schwarze Gedanken inbegriffen. 
Erst durch das Amateurtheater „Klaps“ und die Teilnahme am Theater-Workshop öffnete sich für mich eine andere Türe. Ich hörte die ersten Aufnahmen von meiner Stimme, sah die Begeisterung des Komponisten und die Zuhörer und wusste auf einmal, was mich ausmacht. Alles andere waren Hilfslinien, die Musik war das Motiv meines Lebens.
Ich muss zugeben, dass der Bassist von DragonFly, welcher mich angesprochen hat (im Beitrag „Learning by doing (part one)“ zu lesen) kein Unbekannter war. Er galt als einer der besten Bassisten in der Stadt (Bialystok). Ich konnte es kaum fassen, dass er gerade mich zum Vorsingen einlud. 
Meine persönlichen Erfahrungen zeigten mir, dass ein musikalischer Werdegang sehr stark von Zufällen und vom Glück abhängig ist. Vor allem das Finden der passenden Musiker, welche die gleichen Ziele verfolgen, erweist sich häufig als eine schwere Hürde. Die schwerste überhaupt. DragonFly konnte diese Hürde nicht nehmen. Der Bassist war sehr egozentrisch, konnte aber den schnellen Erfolg nicht verkraften. Umso mehr Menschen ich mit meiner Stimme begeistern konnte, desto mehr abwertende Kritik hörte ich im Proberaum von ihm. Umso mehr Menschen unsere Musik mochten, desto mehr versuchte er sie zu verändern. Der Untergang war leider vorprogrammiert. 
 
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Learning by doing (part four)

Die Frage, warum ich meine musikalische, aber auch gesellschaftliche Erfahrungen in diesem Blog beschreibe, ist berechtigt. Warum tue ich das? Ich habe nicht mal das Gefühl, dass es besonders jemanden interessiert, was ich zu mitteilen habe. Ich schreibe keine Make-up, Mode oder Lifestyle Tipps, sondern nehme die Leser lediglich mit auf die Reise zu meiner Passion. Ich bringe meine Texte näher und lasse in meine Seele blicken. 
Na ja, wäre ich eine bekannte Entertainerin, könnte ich vielleicht darauf verzichten. Die Zeitungsartikel würden viele Behauptungen über mich aufstellen, was automatisch Publicity mit sich ziehen könnte. 
Tue ich das, um Menschen zu erreichen? Oh ja! Natürlich!
Nur durch das Interesse der Fans, entsteht ein Künstler und es entwickeln sich neuen Ideen. Sie sind die „Beruhigungspillen der Kunst“. Mit meiner Idee des „black balk community“-Striches auf meinen Lippen, welches das aktuelle Programm meiner Band uns somit die Inhalte meiner Texte definiert, versuche ich auf meine Art und Weise und mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln Euch, Dich, jemanden zu erreichen. Es ist nicht spektakulär, weil es hier auf die Musik und auf die Aussage kommt. Es ist nicht populär, weil es keine populären Themen anspricht. Es ist zum Fühlen da, um Gehör zu finden.
Ich suchte vergeblich nach Künstlern, welche meine Gefühle trafen. Fast alle meine Idole sind bereits vor meiner Geburt oder während ich aufwuchs gestorben. Deshalb fing ich schon mit neun Jahren an erste Poesie zu schreiben, dann ein paar Jahren später Lyrics. Um das, was ich nicht zu hören bekommen habe, für mich selbst hörbar zu machen. Ich bin mein eigenes Sprachrohr geworden 😉
Und jetzt bin ich hier. Wenn Du alle meine Beiträge gelesen hast, weißt Du viel mehr über mich als manche Konzertbesucher. Du weißt jetzt, worüber ich mir Gedanken mache und was viele meiner Texte beinhalten. Du kannst entscheiden, ob es wert ist meine Kreativität zu unterstützen. Es liegt an Dir, ob es als Kunst betrachten werden kann.
 
Im nächsten Betrag „I TOOK MY JOURNEY“ werde ich an meinem persönlichen und musikalischen Werdegang anknüpfen und weitere Banderfahrungen beschreiben. 
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