Behind the scenes – Newcomer TV Oberursel / 2018-11-30

Man ist immer erfreut, wenn an einem Veranstaltungsort ein gut funktionierendes und professionell arbeitendes Team eingesetzt wird. Alles, was man dann nur braucht ist gute Laune und letztlich offene Zuhörer. Und das hatten wir.

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Jede Stadt braucht einen Sepp’l Niemeyer (Organisator NewcomerTV)! Dieser herzensgute Mensch nimmt sich die Kraft, versammelt um sich richtig gute Fachleute und veranstaltet mehrmals pro Jahr ein Event, um Newcomern und Bands aus der Region eine Plattform zu bieten und sich zu präsentieren können. Zusätzlich veröffentlicht er vor Ort entstandene Interviews mit den jeweiligen Bands mit Konzertausschnitten und einen kompletten Livestream vom Abend selbst. Vielen Dank auch dafür und weiterhin viel Erfolg!
Ein weiterer Dank geht natürlich auch an die anderen Bands, die mit uns die Bühne in der Musikhalle Portstraße gerockt haben. Gemeinsam haben wir einen musikalisches Abend geboten, der in Erinnerung bleiben wird.

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Keep your hands off!

Warum schweigen, wenn es offensichtlich viel zu viele Menschen tun?
Musiker, Kunstschaffende und kreative Mitmenschen sind natürlich hauptsächlich Träumer. Wie, wenn nicht durch erreichen des Unterbewusstseins, soll sonst die wahre Kunst entstehen können? Deshalb fühlt man sich angesprochen, wenn das eigene Werk die erhoffte Aufmerksamkeit bekommt. Träume sind dafür da, um die andere Träumende zu erreichen. Ist man jung, so ist der Weg zum Erreichen des geträumten Ziels viel kürzer, was auf die Zeit bezogen wird und letztendlich nur auf die nicht vorhandene Erfahrungen zurück zu führen ist. Ist man erfahren und somit älter, so ist der Weg zum Erreichen des Ziels viel länger, was die Zeit dafür verkürzt und letztendlich vor Enttäuschungen bewahrt.
Die Seele eines Künstlers wird verkäuflich, wenn sie auf die wahren Beweggründe des Schaffens verzichtet. Nun, wie, wenn nicht durch den Versuch viele Menschen zu erreichen, soll die eigene Kunst an Aufmerksamkeit gewinnen? Es ist vielleicht viel besser das ganze so zu sehen: die Kunst ist verkäuflich, weil sie einem Künstler das Überleben in dem wahr gewordenen Traum ermöglicht. Die Seele eines Künstlers ist das Medium, was zwischen ihm und dem Publikum zu kommunizieren versucht. Manchen gelingt es gut, aber für manch andere ist das gewisse Etwas der Schlüssel zum Erfolg.
Für mich persönlich sind meine ernsthaften Bemühungen die Musik als Kunst zu betrachten und mir selbst zu erlauben, möglichst viele Texte über die Zeitgeschehnisse zu verfassen, der Schlüssel zu meiner Seele. Ob ich damit Erfolg habe, ist gewissermaßen zweitrangig, weil entweder präsentiere ich meine Seele oder bin ein gemachtes Produkt, das zur Verblendung gemacht worden ist.
Es war mir wichtig aus der Sicht eines kreativen Menschen die Beweggründe für eine Bewerbung bei The Akademia zu erklären und alle Musiker davor zu warnen.
Alles was ich jetzt schreiben werde, basiert auf dem hier angegeben Link zu einem Blog (auf Englisch: https://www.reddit.com/r/WeAreTheMusicMakers/comments/3r064i/has_anyone_heard_of_the_akademia_music_awards/), welcher den Betrug aufdeckt und hier ist meine persönliche Zusammenfassung:
The Akademie Music Awards ist ein FAKE. Ein indisches Pärchen ist auf die fiese Idee gekommen, Musikern (welche sie auf Facebook- und Instagram-Bandprofilen finden) eine Karriere zu versprechen -mit der Unterstützung eines scheinbar professionellen Teams. Es reicht ein Song und ein angebliche Experten-Team wählt die Monatsgewinner in der entsprechenden Kategorie. Schon bald kriegt man eine E-Mail mit den Glückwünschen und dem Link zu dem eigenen Spotlight. In einem nicht gerade verständlichen Englisch wird der Song gepriesen. Man kann vielleicht die Wortwahl monieren, aber auf E-Mails mit konkreten Fragen wird nicht geantwortet. Es folgt die zweite E-Mail, in der der Köder präziser wird: eine automatische Einladung zur alljährlichen Gala in Los Angeles und ein weitere Link mit Bildern und Videos von den vorherigen Events. Die Verwunderung steigt, aber auch die Freude, welche das Nachdenken verhindert. Schon wieder eine E-Mail, als ob man mit einem Lied, in einer der vielen Kategorien bereits schon so wertvoll wäre. Warum eigentlich? Fragte ich mich immer wieder. Diesmal erfahren wir den Gala-Termin. Ein weitere Link offenbart, dass man ein Mitglied werden muss, um alle Vorteile geniessen zu können, was durch einen finanziellen Beitrag definiert wird. Was verwundert ist die Wahl der Bezahlmöglichkeiten: monatlich per PayPal oder Kreditkarte, jährliche Betrag mit einem freien Monat und monatlich per Rechnung, aber viel teurer als die Variante mit der automatischen Buchung. Weil hier die Gefahr besteht, den Betrug aufzudecken und somit gleich ein höherer Betrag gestohlen wird?
Ich hoffe, dass viele Musiker darauf aufmerksam werden. Denn: mich wundert, dass es so wenige Meinungen im Web zu finden gibt (gerade auch aus Deutschland), weshalb ich unbedingt die verkürzte Version dieser Warnung an Euch weitergeben wollte.
Es lebe die Kunst!