Behind the scenes – Newcomer TV Oberursel / 2018-11-30

Man ist immer erfreut, wenn an einem Veranstaltungsort ein gut funktionierendes und professionell arbeitendes Team eingesetzt wird. Alles, was man dann nur braucht ist gute Laune und letztlich offene Zuhörer. Und das hatten wir.

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Jede Stadt braucht einen Sepp’l Niemeyer (Organisator NewcomerTV)! Dieser herzensgute Mensch nimmt sich die Kraft, versammelt um sich richtig gute Fachleute und veranstaltet mehrmals pro Jahr ein Event, um Newcomern und Bands aus der Region eine Plattform zu bieten und sich zu präsentieren können. Zusätzlich veröffentlicht er vor Ort entstandene Interviews mit den jeweiligen Bands mit Konzertausschnitten und einen kompletten Livestream vom Abend selbst. Vielen Dank auch dafür und weiterhin viel Erfolg!
Ein weiterer Dank geht natürlich auch an die anderen Bands, die mit uns die Bühne in der Musikhalle Portstraße gerockt haben. Gemeinsam haben wir einen musikalisches Abend geboten, der in Erinnerung bleiben wird.

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Behind the scenes – 7er Club Mannheim 2018-11-25

Wir sind am 25. November zusammen mit Riot in the Attic, Darleen und Built to Resist im 7er Club in Mannheim aufgetreten. Es war Sonntag und wahrscheinlich auch deshalb fanden wir nicht die Massen an Menschen vor uns.
Aber ein paar Zuhörer entschieden sich, uns zu unterstützen, wofür wir richtig dankbar sind.

Schnappschuss (2018-11-26 03.08.40).png

Ich glaube, dass ich für alle Musiker spreche, wenn ich behaupte, dass der Grund, warum wir Musik machen, tief in uns verankert ist. Es ist ein unbändiger Wille, die eigenen Gefühle in Form von Musik mitzuteilen. Und ohne Frage, jeder Künstler wünscht sich ein Feedback, um noch kreativer werden zu können.
Eure Feedback ist die Essenz des Schaffens.
Gute Nachricht: Morgen spielen wir beim NewcomerTV in Oberursel (Musikhalle Portstraße).
Du kannst dabei sein!

 

Behind the scenes – Double concerto with Luke Vito 2018-06-16

Eine staubedingte fünfstündige Fahrt, die normalerweise nur zwei und halb Stunden dauern würde, war endlich hinter uns, als wir den Club Carthago erreicht hatten. Dort trafen wir direkt auf das freundliche Personal und den interessierten sowie professionellen Tontechniker Marcel Hellmund. OLYMPUS DIGITAL CAMERAMit der zweiten Band des Abends „Luke Vito“ trafen sich zum Einen alte Freunde wieder und andererseits begegneten sich offene Musiker. Wir fühlten uns sofort aufgenommen und freuten uns auf den Auftritt.OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Wir danken dem Publikum aus Kamp-Lintfort, welches uns zum erstmalig live gesehen hat und uns das Gefühl gab, den Sinn unseres Programms „Swoon“ auf sich wirken zu lassen. IMG_3598
Ihr habt uns Freude gemacht!
Vielen Dank!

Behind my lyrics: It’s my way to bond with my subconscious

… Texte bewahrheiten sich in manchen Songs so, dass es mich manchmal erstaunt…

Es ist teilweise wie eine Vorahnung (was ich nicht mutmaße). Meine unzähligen Sessions sind aber nichts anderes, als ein Wirrwarr von irgendwelchen Lauten/Wörtern/Akzenten. Erst wenn ich mit meiner Melodie zufrieden bin, schreibe ich ein Text. Durch diese Sessions-Aufnahmen weiß ich auch, was ich schreiben muss/will. Und dann, früher oder später, fühlt sich die „Umwelt“ angesprochen…so als ob ich unbewusst mit ihr kommuniziert hätte und es geschieht irgendwie…wie in meiner neusten Lyric: „Renegade“. Man kann es verrückt nennen und es aber auch unterschiedlich interpretieren, aber schaut Euch das an: „…humans are cruel, you won’t like their ways/games. Hey! Should I remain an empty shell? Should I?…“. Und genau so fühle ich mich jetzt: leer, enttäuscht von Gemeinheiten der Belanglosen…
Kurz, um was es geht: ich habe mich bei Voice Hunters beworben, um zum Einen meinen Fans und zum Anderen vielleicht auch dadurch neuen Interessierten, eine Möglichkeit geben zu können mehr darüber zu erfahren, was SOCHA BEAG, The black balk community, mein unbändiger Wille und meine natürliche Gabe für mich bedeutet und dies mit ihnen zu teilen. Aber irgendjemand hatte meine Stimmen/votes und die von fünf anderen Teilnehmern manipuliert. Unfassbar! Und irgendwie komisch, dass es gerade bei den fünf Erstplatzierten geschah. Zufall? Kalkül? Warum? Weil man die eigene Belanglosigkeit zur Besonderheit erhöhen möchte? Wenn ich nicht kochen kann, gehe ich doch nicht in ein Restaurant und versalze alle Gerichte, um zu zeigen, wie schlecht der Koch ist. Oder? Sondern geniesse das, was ich nicht kann.
„…humans are cruel…“

Noch ein Beispiel:
am Tag von 9/11 schrieb ich „Learn to forgive“ und darin diese Zeilen: „…you and they want to gain something…you decided to load your weapons…I will never follow you, cause you never asked me…and I will learn to forgive it, because I want to live here…I want to feel alive…“.
Ein Leben leben ohne übertriebenen Angstmacherei, nur um die Sicherheitsmaßnahmen, die nicht funktionieren durch zu setzten und noch mehr die Waffenindustrie zu bereichern. Wen freut’s? Die Reichen und gleichzeitig die Ausgebeuteten, welche die zivilisierte Lebensweise gar nicht mehr kennen, weil sie zu lange sich selbst überlassen waren. Dass dadurch so viele Irre mit veralteten Ideologien wie Pilze aus dem Boden schiessen, ob extrem rechts oder extrem links oder extrem orthodox oder extrem religiös oder extrem egozentrisch, sollte inzwischen niemanden mehr überraschen. Andersrum, wenn so mancher genug Zeit hat, irgendwelche Kriegsspiele durch zu ballern und nach der Hirnwäsche auf einmal die Chance bekommt, es real, auch an lebendigen Menschen auszuprobieren (Aufmerksamkeitsdefizit), dann sollte man sich vielleicht fragen, ob manche Spiele grundsätzlich erst nach einem psychiatrischen Attest verkauft werden sollten und nur durch die entsprechende Online-Registrierung, Passwort etc. bespielbar sein sollten oder noch besser: der Jugend eine Perspektive bieten, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommen, Über-Götter zu spielen und meinen, dass sie das Entscheidungsrecht über Leben und Tod haben. Aber nein, stattdessen werden alle, auch Du und ich, in Generalverdacht gestellt, um so die totaler Überwachung und Kontrolle (George Orwell’s  „1984“ lässt grüßen) zu begründen…“Shake hands“ mit Tyrannen und Despoten, um die eigenen Interessen wirtschaftlich/finanziell durch zu setzten…
Echt toll gemacht! – Was unbedingt sarkastisch zu verstehen werden soll!

Bei meiner nächsten Session, stelle ich eine Kamera auf und lasse Dich daran teilnehmen, wie meine Melodie und Lyric entsteht. (auf SOCHA BEAG Facebook Band-Page 😉 )

Behind the scenes – „Wohnzimmerkonzert No.1“ in Gernsheim

Wir freuten uns, als wir das Geburtstagsgeschenk von Irene wurden und am vergangenen Mittwoch, dem 25. Mai, unsere Musik für Sie und Ihre Gäste zum Besten geben konnten. Bereits bei unserer Ankunft begegneten uns überraschte und interessierte Gesichter. Wir waren ebenfalls überrascht, weil Irenes Wohnzimmer ein im Patio liegender kleiner Garten war: aus dem Wohnzimmerkonzert wurde eine Gartenparty. 
Es war bemerkenswert, wie viel Aufmerksamkeit, Respekt, Einzigartigkeit und Würde die Zuhörer uns schenkten. Ich weiß, dass es ziemlich pragmatisch klingt, aber es war so was wie eine „Win-Win“-Situation: Irene und Ihre Freunde erlebten einen besonderen Moment und wir erhielten die so sehr gewünschte Anerkennung unserer Leistung.
Nach dem Auftritt wurden wir fürstlich verpflegt. Einfach lecker!
Unvergesslich wird für mich persönlich sein, dass ich dort einen Menschen getroffen habe, der meine Familie aus Polen kennt. Da zeigte sich wieder, dass die Welt doch sehr klein ist.
Vielen Dank für den wunderschönen Abend, die tollen Leute, die vielen interessanten Gespräche und für die gemeinsam verbrachte Zeit. Es wird uns in Erinnerung bleiben!
@Wolle & Michael: Ihr seid einfach spitze!
 
Viele Grüße
Socha B.

My journey (4)

Heute will ich versuchen, ein paar Erlebnisse des „Musikgeschäfts“ zu beschreiben. Ich möchte nicht die Meinung vertreten, dass es nur schadet oder ausbeutet. Grundsätzlich gilt, dass niemand dazu gezwungen wird, sich musikalisch zu äußern. Ob meine Musik oder mein Gesang gut sind, entscheide ich nicht selbst, sondern die Zuhörer. Ich kann aber durchaus die Anerkennung wahrnehmen und pflegen. Das ist das Mindeste.
Vor allem all das, was vor und nach einem Auftritt passiert, bringt unvergessliche Erlebnisse mit sich. Ich werde nie vergessen, wie überrascht ich war, als mich nach dem Auftritt auf dem SchloßGrabenFest (2001 mit NoSkills) ein Polizist ansprach. Mein Deutsch war noch nicht so ausgeprägt, dass ich einen hessischen Dialekt sofort verstehen konnte. Ich grinste, weil ich ihn eben nicht verstanden hatte. Er wiederholte: Tolle Stimme. Kann man Deine CD irgendwo kaufen? Dann verstand ich ihn, war erleichtert und antwortete: Nein. Leider nicht. Noch nicht. Er fügte hinzu: Echt toll. Mach’ weiter so! Was sagt man dazu? VIELEN DANK!
Der Auftritt auf der Hessenschau 2002 in Dietzenbach zeigte mir die Professionalität der Mitarbeiter, welche solche Veranstaltungen durchführen. Ich fühlte mich umsorgt und wohl. Man geht ausgeruht auf die Bühne und gibt gerne alles, weil es einem wie im Musikhimmel vorkommt. Der Bühnensound stimmt. Die Lichtanlage funktioniert. Die Stage-Crew hellwach. Das Publikum begeistert.
Es gab auch kuriose Situationen. Da war dieser Auftritt mit NoSkills bei einem Gummibärchen-Hersteller 2008. Einer reicher als der andere. Das Benehmen unwürdig bis kaum auszuhalten. Wenn Geld das Zahlungsmittel für die Abartigkeit sei, dann war ich dort die Zeugin des Auszahlungstages. Unmöglich! Ok, ich nehme ein Beispiel: das Essen hatte sich um 20 Minuten verspätet, also nahmen die Reichen tatsächlich ihre Messer und Gabeln und hauten auf die Tische mit den Wörtern: „Wo ist das Essen?!“. Immer und immer wieder bis es serviert wurde. Die Bedienungen taten mir richtig Leid, weil sie sich von jedem die Beleidigungen anhören mussten. Zur Anerkennung unserer Geduld, kochte uns der Chefkoch je ein Extra-Gericht. Delicious. Kurios war, dass nach unserem Auftritt – ich sass im breiten Ausgangsflur – sich fast jeder Gast vor mir leicht verbeugte und sich manche sogar bedankten. Wow! Also kultiviertes Benehmen, wenn es um Kultur geht, aber kein Benehmen, wenn es um die einfachsten Bedürfnisse geht? Echt lehrreich.
Die beste Lehrstunde des Musikgeschäfts hatte ich in der CentralStation im Jahr 2000. Dass ich mit 39 Grad Fieber und fehlender Stimmkraft auf die Bühne ging, war ohne Frage waghalsig. Bis dahin miss ich mich an meiner Stimme…sie war und ist mein Kapital. Dann kam mir eine Idee. Ich bin, für mein Verständnis, praktisch halbnackt aufgetreten, um den Fokus auf meinen Körper zu richten und von meiner fehlenden Stimme abzuwenden. Es hat tatsächlich funktioniert! Ich konnte die überraschend vielen männlichen Komplimente nach dem Auftritt natürlich gar nicht ernst nehmen, weil ich eben auf meine Stimme setzte. Sie ist mein einzigartiger Kanal zur Außenwelt. Ob ich sexy, hübsch oder was auch immer bin, entschied bereits die Natur für mich. Eine Stimme ist ein einzigartiges Geschenk jedes Einzelnen von uns und dennoch: nicht jedem ist eine Singstimme gegeben worden. Um ihr Potential zu entfalten, bedarf es einer konsequenten Pflege und auch die Anerkennung, um dieser Stimme die Besonderheit zu bescheinigen.

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My journey (3)

Ich erinnere mich an den ersten Auftritt mit „No Skills“. Wir spielten am 16. Dezember 1999 im „Eledil“ in Darmstadt. Es war aufregend und enttäuschend zugleich. Ich bekam eine Erkältung und musste dennoch auftreten. Aus dem Muss wurde pure Freude als uns das Publikum empfing. Der Laden war richtig voll und gespannt auf das, was die unbekannte Blondine vorzutragen hatte 😉 Damals zählte die Stimme und mein Aussehen täuschte über die Erwartungen hinweg. Die immer größer werdenden Augen der Konzertbesucher begleiteten meine persönlichen Bühnenerfahrungen, aber leider auch die Vorurteile seitens anderer Musiker…
Hier ein Beispiel: Wir wurden zu einem Privat-Festival eingeladen. Unserer Auftritt sollte um 22:30 Uhr stattfinden. Um 23 Uhr erfuhren wir, dass sich alles nach hinten verschieben wird. Als dann um circa 1:30 Uhr die ersten Fans kamen und nachfragten, versuchten wir ruhig zu bleiben. Der Veranstalter meinte, dass wir nach der jetzigen Band dran sein werden. Nun, diese Band spielte bis 3:35 Uhr (mit einer 1-stündigen Zugabe!) und wir standen erst um 4 Uhr auf der Bühne. Ich sang den ersten Song und verachtete die geschockten Gesichter, welche den ganzen Abend versucht hatten, mich an dem Auftritt zu hindern. Hätten sie meine blonden Haare übersehen und auf meine Stimme gewartet, konnten sie sich ein objektives Urteil bilden, aber es ist nun mal so, dass viele Menschen grundsätzlich vorverurteilen. Das tue ich auch, wenn ich sage, dass ich womöglich halbnackt wesentlich schneller die Aufmerksamkeit bekommen hätte und wir so vielleicht bereits um 23 Uhr aufgetreten wären.
Kann sich einer vorstellen, wie es einem um 4 Uhr morgens geht? Ich war bereits im Halbschlaf als wir um 5:30 Uhr fertig waren. Mein Kopf pochte wie verrückt. Die Lautstärke meiner Stimme hallte durch meinen Körper hindurch und ich zitterte, weil ich keine Energie mehr hatte. Ich habe alles gegeben, weil ich das Gefühl hatte, mich beweisen zu müssen. Und nein, dafür habe ich keine Gage bekommen. Das nennt man „Ochsen-Tour“: man gibt alles für ganz wenig oder für nichts, um das Publikum zu erreichen. Wer heute keinen Pop komponiert, muss sich häufig auf eine ewige „Ochsen-Tour“ einstellen. Wer Glück hat, findet treue Fans und entfaltet für sie die eigene Kreativität in der Musik.
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