Learning by doing (part one) – Fortsetzung von „Genesis“

Rehearsal
Hessenschau in Diezenbach
Ich spielte in der Amateur Theatergruppe „Klaps“ mit. Bei einem deutsch-polnischen Experimental-Workshop erarbeiteten wir gemeinsam mit „Felix“, einer Theatergruppe aus Berlin, eine Pantomime „Wir / My“. Dabei lernte ich einen Komponisten kennen. Am zweiten Abend, bei einem Kennenlernen-Lagerfeuer, hörte er meine Stimme und war verblüfft, wie tief-klangvoll sie klingt und das mit 16 Jahren. Er nahm ein Cover-Lied mit mir auf und sagte, dass ich unbedingt weiter machen muss, am besten in verschiedenen Genren, um mein Ding zu finden und immer daran fest zu halten. Hey! Sein Wort war mein Befehl 😉 
Ich weiß nicht mehr, wie es dazu kam, dass mich schon zwei Wochen später ein Bassist von der Band „Dragon Fly“ angesprochen hatte und mich zum Vorsingen einlud. Sie spielten eine Mischung aus Funk und Rock-Blues. Also nach Jazz, Psychedelic und Heavy-Metal wieder was neues für mich. Das erste Kurz-Programm war bereits geschrieben. Nach drei Monaten proben, gewannen wir Sonderpreis bei einem Wettbewerb und spielten als Support für eine bekannte Band (Houk). Es war unerwartet und spannend so schnell ein Teil der Musikwelt zu sein, auch wenn es kurz und nur regional war. Wir spielten acht Auftritte in zwei Monaten und das als eine unbekannte Band! Heute ist das meist undenkbar.
 
Hier ein Erklärungsversuch, der lediglich auf meine persönlichen Erfahrungen zurückgreift: damals spielten keine Cover-Bands in Clubs, sondern waren eher bei Hochzeit- und Geburtstagsveranstaltungen tätig. Dadurch gab es für allerlei Bands, welche eigene Musik gespielt haben, unzählige Auftrittsmöglichkeiten. Man kannte jeden und half auch gerne anderen. So wie Cover-Bands sich auch kannten und gegenseitig halfen. Alle bedienten unterschiedliche Sparten und keiner versalzte die Suppe. Keiner wünschte sich „Smoke on the water“ beim Empfang, wo wiederum eher Jazz-Standardbands auftraten. Clubs, Festivals und Musikbars waren froh, verschiedene Subkulturen zu erleben und allen Musikrichtungen freien Raum für Kreativität zu bieten. Weshalb sie auch mit Publikum voll gefüllt waren. Keine Band musste Eintrittskarten vom Veranstalter abkaufen, um zu spielen oder gar für den eigenen Auftritt bezahlen (pay to play)!
Was geht ab?! 
 
Bis zum nächsten Beitrag…
Socha B.
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